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Saint-Sornin

Bis 1902 war die Nachbargemeinde von Nieulle-Sur-Seudre an Saint-Sornin angegliedert, die trotzdem zahlreiche Weiler behielt. Das Dorf selbst blieb authentisch, was ihm viel Charme gibt: Blumenreiche Gassen und eine prächtige, romanische Kirche mitten auf dem Platz: Saint Saturnin.
 

Darstellung :

Die Ruhe und der Charme des Dorfes mit seinen Wäldern, seinen Teichen und seinem Moor sind nicht zu übersehene touristische Pluspunkte für Saint-Sornin. Die schönen Winzerhäuser aus Naturstein ziehen stets die Urlauber an. Cadeuil, Weiler von Saint-Sornin, liegt an der Kreuzung zweier sehr alten Wege, der eine von Royan (wichtige Festung im Mittelalter, unumgänglicher Durchfahrtspunkt nach Bordeaux) nach Oléron und der andere von La Rochelle nach Saintes. Rund um die Kreuzung zeugen Gasthäuser und Pferderelais von der Bedeutung des Verkehrs: Es gibt heute noch Restaurants.

Von Broue nach Cadeuil bestehen die Ländereien aus Sand- und Lehmschichten und sind fast völlig bewaldet. Lehm, der seit der römischen Zeit gewonnen wird, dient der Herstellung von Ziegeln und Terrakotta. Es gab mehrere Steinbrüche in Saint-Sornin, darunter der „Steinbruch der Hölle“: ein vielleicht verdienter Name angesichts des beschwerlichen Berufs des Steinbrucharbeiters. Seit der gallo-römischen Zeit bewirtschaftet, diente er dem Aufbau von Brouage. Einst Pilzzuchtstätte in den dreissiger Jahren, dient er heute als Behausung für zahlreiche geschützte Fledermausarten.
 

Sehenswürdigkeiten :

Die Kirche Saint-Saturnin ist eine Kirche aus dem 11. Jahrhundert, ein Geschenk von Geoffroy Martel, Herzog von Anjou, an die Abtei Les Dames, und wurde im 12. Jahrhundert mit einem reichen gemeisselten Dekor wieder aufgebaut. Trotz Zerstörung durch die Religionskriege bleiben von dieser Kirche ein Gewölbe des Kirchenschiffs sowie das Querschiff erhalten. Wunderschöne Kapitell mit Palmetten, Kämpfern im Kampf mit Löwen als Dekor sind noch sichtbar sowie die prächtige achteckige Kuppel auf Gewölbekappen, eine sehr originelle Dekoration.

Von der früheren Abtei an der Kirche bleibt fast nichts mehr erhalten: Ein Teil der Vorhalle mit aufgesetzten Zinnen vom Anfang des 12. Jahrhunderts. An der Nordseite der Kirche befanden sich Hallen aus Holz, wo früher der Markt abgehalten wurde.

Der Ursprung des Domänennamens La Mauvinière ist unsicher: vielleicht aus dem Begriff „schlechter Weinstock“? Die Domäne, deren Dasein bereits im 16. Jahrhundert erwiesen ist, wurde am Anfang des 17. Jahrhunderts in den Adelsstand erhoben und später wieder aufgebaut. Das Datum des Baus von 1676 steht über der Vorhalle mit einem Bilderrätsel: „AN LARMES, IE CONSIDERE LE MONDE CHRETIEN“. Die Domäne beherbergt einen Taubenschlag aus Naturwerksteinen, heutzutage eine Ruine. In der Domäne mit Viereckplan und geschlossenem Hof, wie in der Saintonge üblich, ist eine Wohnwand aus dem 17. Jahrhundert mit einem grossen Kamin mit Wappen, sowie ein schöner Brunnen mit einer in der Mitte verstärkten Kuppel bedeckt, genannt „kaiserlich“, aus derselben Epoche (unter Denkmalschutz stehend) erhalten geblieben.

Der Turm von Broue beweist das hohe Alter und die Bedeutung der Salzgewinnung in der Ebene von Brouage schon im Mittelalter. Mit 27 m hoch über der Bucht von Brouage (höchster Punkt der Ebene) ist er der Überrest einer Burg aus dem 12. Jahrhundert, die auf einer künstlichen Erdscholle gebaut und durch einen Graben geschützt wurde. Von den Festungswerken in 7 m Höhe bleiben nur deren Unterbau mit Quadrattürmen. Das fensterlose Erdgeschoss wurde als Waffen- und Proviantlager eingesetzt. Im Obergeschoss zeigen der breite Kamin mit kleinen Säulen und die breiten Rundfenster, wie viel Komfort im Herrenhaus herrschte.

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