Geschichte

Die Insel Oleron und das Becken von Marennes weisen geschichtlich eine engste Verbindung zueinander auf. Schon zur Steinzeit bevölkert, hinterliess leider die galloromanische Zeit nur wenig Spuren. Erst im Mittelalter kennt das Gebiet den Aufschwung, belegt durch höchstwichtige Schriftstücke. 1047 unterschrieb Geoffroy Martell ein Dokument zur Schenkung eines Viertels der Insel Oleron und den grössten Teil des Beckens von Marennes an die Frauenabtei in Saintes. Zur gleichen Zeit entwickelte sich die Salzgewinnung auf beiden Seiten des Coureau durch den Einfluss von Ordensleuten. Das gewonnene Salz wurde jahrhundertelang nach Nordeuropa exportiert. Das „weisse Gold“ hat Marennes-Oleron reich gemacht. Der Klerus errichtete mit dem Reichtum aus dieser Produktion zahlreiche Kirchen im 11. Und 12. Jahrhundert im zeitlichen Stil: die romanische Kunst. Viele verschwanden wegen der Religionskriege, die ab 1568 in dieser Gegend wüteten, indem sich Katholiken und Protestanten harte Kämpfe lieferten.

1666 rechtfertigte die Gründung des Königsarsenals in Rochefort durch Colbert die Errichtung zahlreicher Festungen in diesem Gebiet. Um das Arsenal zu schützen, endete dieser „Eisengürtel“ bzw. «Feuergürtel», als Werk von Vauban als Auftraggeber und Initiator im 18. Jahrhundert, erst zur Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dieser heutzutage noch sichtbare Gürtel bestand damals aus der Louvois-Festung, der Zitadelle von Château d’Oleron , der Saumonard-Festung und Fort Boyard.

Später erschien durch den Weinbau mit seinen Weinen und Schnäpsen ein lokales Bürgertum bis zur Phylloxera-Krise am Ende des 19. Jahrhunderts. Am Anfang des 20. Jahrhunderts gründeten sich aber die Ferienorte, Seebäder und deren Villen im Stil um 1900 „Belle Epoque“.

Geschichte der Insel Oléron

citadelle chateau oléron
Es scheint, dass die Insel Oléron in vorhistorischen Zeiten fester Bestandteil des Kontinents war. Das Vorhandensein von bearbeiteten Feuersteinen zeugt von einer Bevölkerung der Insel zu Beginn des Quartärs. Zu dieser Zeit ist Oléron mit dichten Wäldern bewachsen, in denen Wildschweine und Damwild leben. Bis zum Mittelalter geben uns nur wenige Elemente Auskunft über die Geschichte des Gebiets. In dieser Epoche gehört Oléron zum Besitz von Geoffroy-Martel und später zu dem der Ducs-d’Aquitaine (Herzöge von Aquitanien). Nacheinander steht die Insel unter französischer und englischer Vorherrschaft bis zur Mitte des XV. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit macht die Insel eine relativ ruhige Entwicklung durch. In der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts jedoch überziehen die Revolte der „Gabelle“ (die Erhebung der Salzproduzenten gegen eine neue umfangreiche Steuer) und später die Religionskriege als Folge des Beginns der Reformation und deren Entfaltung das Land mit Feuer und Blut. Als strategischer Punkt wurde Oléron pausenlos Gegenstand unaufhörlicher Kämpfe zwischen Katholiken und Protestanten.
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Geschichte des Marennes-Beckens

fort louvois bourcefranc le chapus
Marennes-Becken, "Terra Maritimemsis", ist umgeben vom Moor von Brouage und der Seudre. Früher war das Moor richtige Meeresbuchten mit Inseln (Sankt Just, Marennes…), die bewohnt waren, wie die Spuren älterer Landwirtschaftbehausungen es bezeugen.
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