Das militärische Erbe

Die Zitadelle von Château d’Oléron stellt eine komplexe und bemerkenswerte Befestigungsanlage dar. Ihre Aufgabe war es, die Mündung der Charente und den Hafen von Rochefort zu schützen. Die Zitadelle wurde ab 1630 in mehreren Etappen erbaut. Sie ist das Ergebnis von fünf über 120 Jahre verteilten Bauabschnitten. ​Auf eine Initiative von Richelieu hin wurde der Bau unter der Regentschaft von Ludwig XIII. begonnen. Die Beendigung des Baus dauerte bis zum Beginn des XVIII. Jahrhunderts durch Vauban. Die Endarbeiten des letzteren gaben dem Bauwerk eine Mischung aus Schönheit, Ausgeglichenheit, Kühnheit und Stärke. Heute beherbergt die Zitadelle Ausstellungsräume.

Das Fort Chapus oder Fort Louvois liegt gegenüber von Bourcefranc-le-Chapus. Dieses Bauwerk sollte ebenfalls den Zugang zum Hafen von Rochefort sichern. Es wurde 1691 unter der Regentschaft von Ludwig XIV. erbaut und erstaunt heute durch seinen ungewöhnlich guten Zustand. Das Fort ist mit der Landzunge von Chapus über eine 400 Meter lange Strasse verbunden, die bei Flut überschwemmt ist.

Brouage wurde 1555 im Herzen des Feuchtgebietes gegründet. Es war zunächst ein sehr wichtiger Ort für den Handel mit Salz in Europa. Im XVII. Jahrhundert wurde der Ort auf Anregung von Richelieu zu einer Festung ausgebaut. Die Zitadelle von Brouage spielte mehrmals in der Verteidigung der Küstenlinie eine strategisch wichtige Rolle. Nach einem Umbau durch Vauban verlor sie einen Teil ihrer Befestigungsanlagen. In diesem zauberhaften Ort kann man heute unter anderem das herrliche Gebäude der Halle aux Vivres oder auch das Pulvermagazin Saint-Luc besichtigen. Besuchen Sie auch die zahlreichen Kunsthandwerker oder andere Geschäfte.

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