Kleinere Sehenswürdigkeiten

Neben den wesentlichen Sehenswürdigkeiten sollte man auch andere nicht so bekannte Orte besichtigen, denn das Land Marennes-Oléron ist ebenfalls reich an kleineren Sehenswürdigkeiten.

Da gibt es zum Beispiel die Fischschleusen. Diese Fallen bestehen aus einer Mauer von mehreren hundert Metern Länge in Hufeisenform. Bei eintretender Ebbe bleiben die Fische im Innern dieser Schleusen gefangen. Diese Schleusen sind aus Stein an die Felsen der Küste gebaut. Sie sind sehr alt und man schätzt, dass sie schon im Mittelalter existierten.

Vorsicht ! Nur Mitbesitzer dieser Schleusen dürfen dort auch fischen. Diese Schleusen tragen als Wellenbrecher auch zum Schutze unserer Küste bei.

Zwischen Saint Denis und la Brée sind drei dieser Schleusen vollständig renoviert worden. Sie sind sehr leicht zugänglich. Man muss sie natürlich bei Ebbe besichtigen und besonders vorsichtig sein, denn sie sind sehr anfällig. Heute sind noch 14 dieser Schleusen in Betrieb.

​Die traditionelle Aufteilung des Wohnraumes stellt ebenfalls einen wichtigen Teil des lokalen Erbes dar. In Marennes-Oléron zählte man bis zum ersten Weltkrieg 3 Arten von Häusern: das Bauernhaus, das Fischerhaus und dasHerrenhaus. Das erstere zeichnet sich durch eine Aussentreppe aus, die den Zugang zur einzigen Etage ermöglicht, wo häufig die Ernteerträge gelagert wurden, was dem Haus eine zusätzliche thermische Isolierung bot.

​Die Fischerhäuser sind niedrig und von einer Mauer umgeben, die in jedem Frühling mit einer Mischung aus Kalk und Sand behandelt wird, um sie gegen Regen und Frost zu schützen. Das kleine Dorf Chaucre in der Gemeinde Saint-Georges ist dafür das beste Beispiel. DieHerrenhäuser waren im allgemeinen Bestandteil eines für den Weinbau bestimmten Komplexes. Normalerweise waren die Dächer mit Schiefer gedeckt und abgeschrägt.

Es gibt ebenfalls viele Lagerräume für die geernteten Trauben. Dort wird auch der Wein in Fässer abgefüllt.
 

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